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Heimliche Progression
Ein Begriff, der wohl höchstens diplomierten Betriebswirtschaftlern oder Steuerberatern bekannt ist, bei mir jedenfalls hatte bei kalter bzw. heimlicher Progression bis vor ein paar Minuten noch nichts geläutet. Betroffen sind, was anderen Polit-Magazinen entgeht, durch diesen Effekt jedoch alle, insbesondere die Mittelschicht. Bei Panorama gibt es dazu einen Beitrag, der in das Thema und die natürlichen Folgen einführt. Wie immer etwas dramatischer im Vergleich zu anderen Polit-Magazinen, aber mit sog. steuerlichen Praxis-Phänomenen ( PDF, S. 7) beschäftigt man sich normalerweise nicht in der Freizeit. Allerdings muss man auch den kleinen, aber immerhin ca. 10 Mrd. EUR pro Jahr großen, positiven Effekt der beschleunigten Staatsentschuldung sehen, zumindest wenn die Ausgaben nicht erhöht werden und eine Neuverschuldung nicht mehr nötig ist.
UPDATE 14.11.2010:
Problem erkannt, Gefahr gebannt? Nicht doch, einen solchen, wunderbar versteckten Effekt kann man doch nicht einfach so abschaffen bzw. mildern. Das zumindest möchte unsere Kanzlerin nicht, vgl. dazu diese Meldung auf tagesschau.de: "Koalition uneins über kalte Progression". Zumindest etwas möchte man meinen, lässt sich die Frau sonst auch nicht zu definitiven Aussagen oder bemerkenswerten Reformen verleiten. Wenn es schon keine grundlegende Reform der sozialen Sicherungssysteme oder des Steuersystems gegeben hat und wahrscheinlich in dieser Legislaturperiode auch nicht mehr geben wird, dann spielt die kalte Progression ebenfalls keine Rolle. Recht hat die Frau. Einfach weiter Augen zu und durch ...
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